Sonntag, 5. Februar 2012
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Oldtimer Guide 2011

 

Verkaufspreis:
€ 14,90

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Kleiner Traum in 1:18 – BMW-Scheunenfund. Im Hintergrund ein Porsche-
Traktor
Dirk Patschkowski auf Fotosafari neben einem Lanz Bulldog
Letzter Feinschliff mit Detailverliebtheit
Werkstattbetrieb – Patschkowski lässt seine Modelle Geschichten erzählen
Glänzende Sache nach Wunsch – Großmodelle in Originalfarbe
Kämpfernatur – Porsche Spyder im Panamericana-Rennlook (1:8)

Ein Freund der Extreme

Das Multitalent Dirk Patschkowski und seine Welt von Mag. Christian Schamburek

Ein Kurzpsychogramm

Ein Freund der Extreme. So könnte ein Kurzpsychogramm Dirk Patschkowskis aussehenPatschkowskis aussehen. Denn zum einen ist es die Welt im Kleinen, in der er sich zu Hause fühlt, zum anderen hat er ebenso eine Vorliebe für die Fotografie, die er vornehmlich in großem Format zeigt – und wenn groß, dann richtig groß. Einige seiner Motive hat er bereits in über drei Metern Breite realisiert.

Beginnen wir aber mit den „Kleinigkeiten“. Er ist ein begnadeter Künstler mit einer Leidenschaft für die Miniaturisierung automobiler Träume, die fast an Besessenheit grenzt. Perfektion, Detailtreue, Kreativität, Intensität, Magie und Handwerk sind Nomen, die den Zugang Dirk Patschkowskis zur Materie hinlänglich charakterisieren.

Er schafft Gesamtkunstwerke im Sinne von Modellbaukunst, und Kunst ist hier der tragende Wortteil. Er bannt kurze Momente der Vergangenheit, persönliche Träume und individuelle Wünsche in eine leistbare 3D-Realität – um darin zu versinken, benötigt man nicht einmal eine Brille. Man kann Stunden vor diesen Dioramen verbringen, und es eröffnet sich einem immer wieder ein Detail, das ein Schmunzeln, Erstaunen, Stirnrunzeln, einfach Freude hervorruft. Er schafft es, sterilen Modellen eine Seele ein zuhauchen, sie beginnen eine Geschichte zu erzählen und vermitteln reale Authentizität, indem sie den Betrachter magisch in die Szenerie hineinziehen.

Rennwagenmodelle nach einer „Behandlung“ durch den Künstler sehen aus, als hätten sie soeben ein Rennen in Le Mans hinter sich gebracht. Da fehlen weder der Bremsabrieb auf den Felgen noch die Überbleibsel bedauernswerter Insekten auf Scheinwerfern und Windschutzscheibe. „Ein steriles Modell eines Rallye oder Rennfahrzeugs mit hochglänzenden Reifen finde ich langweilig und nichtssagend“, sagt er, um gleich darauf noch nachzulegen: „Echte Kämpfer sehen anders aus und dürfen –nein, sie müssen – mit ihrem Äußeren eine Geschichte erzählen.“

Doch wer ist der Mensch dahinter, was treibt ihn, und wo will er hin? Dirk Patschkowski ist ein eher zurückhaltender, freundlicher Mittvierziger mit ruhiger Stimme und offenem Geist. Er beobachtet zuerst, bevor er sich involviert, er denkt, bevor er spricht, und begegnet Neuem vorerst mit gesundem Misstrauen. Er möchte  von seinem Gegenüber durch das Gespräch und durch Taten, die dem entsprechen, was gesagt wurde, erst den Beweis der Vertrauenswürdigkeit, bevor er selbst den nächsten Schritt setzt.

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