Restaurierung & Authenzitätsprüfung
Ferrari 375 Indy Monoposto
Der klassische Ferrari
Klassische Ferraris zählen zu den wertstabilsten historischen Fahrzeugen. Das hat sich speziell in den letzten Jahren der Wirtschaftskrise gezeigt. Wichtig für den Wert sind die historische Bedeutung und der Zustand. Ich hatte in den letzten zwei Jahren die Gelegenheit in Maranello, an einem sehr interessanten Projekt mitzuarbeiten. Es handelte sich dabei um einen Rennwagen aus der frühen Zeit von Ferrari.
Enzo Ferrari, der neben Ferdinand Porsche der berühmteste Mann der Automobilgeschichte ist, war zuerst als Rennfahrer, dann als Rennleiter ab 1920 für Alfa Romeo tätig. 1947 baute er den ersten Rennwagen mit dem Namen Ferrari 125. Ferraris siegten damals auf Rennstrecken, Stadtkursen und bei der Mille Miglia. Die Formel 1 wurden 1950 begonnen und Ferrari war vom ersten Rennen bis heute erfolgreich dabei. Die ersten Fahrzeuge waren 1500 ccm supercharged oder 4500 ccm Saugmotoren. Die beiden Ferrari 125 F1 mit Supercharger wurden von Roberto Ascari und Gigi Vilauresi gefahren. 1951 und 1952 wurde mit dem 2 Liter 500 F2 gefahren, dann folgten 12 Zylinder 275, 340 und 375.
Nachdem in der Formel 1 die großen Motoren nicht mehr zulässig waren, wurde der 375 Motor für den Indy Monoposto verwendet. Ferrari und Ascari dominierten vollständig die Saisons 1952 und 1953, in denen die WM nach den Regeln der Formel 2 ausgetragen wurde. 1952 gewann Ascari jeden WM-Lauf, bei dem er antrat. Das Indianapolis 500 Meilen Rennen zählte 1952 zur Weltmeisterschaft und wurde am 30. Mai ausgetragen.
Alberto Ascari, der frischgebackene Weltmeister, ging nach Amerika, um auf amerikanischem Boden die Champions zu schlagen. Der 375 F1 mit 4500 ccm und 4 Ganggetriebe war denkbar ungeeignet und zu schwer für den Kurs in Indianapolis, die Amerikaner fuhren mit 4 Zylinder Offenhauser Motoren und 2 Ganggetriebe. 83 Fahrer versuchten, sich für 33 verfügbare Startplätze zu qualifizieren. Ascari hatte als neuer Fahrer die obligatorischen Indianapolis Tests zu absolvieren. Bevor man zum Rennen zugelassen wurde, musste man eine Serie von Runden mit steigender vorgeschriebener Geschwindigkeit von 95 bis 115 km/h und danach 4 Qualifying Runden absolvieren.





