Das Motorrad erlebbar gemacht
Wenn die Passion fehlt, fehlt alles. Ohne Leidenschaft ist nichts zu erreichen. Alberto Moravia
Die zweite Saison – und ein Ende ist Gott sei Dank nicht abzusehen. Prof. Friedrich Ehn hat 2010 in Sigmundsherberg sein neues Motorradmuseum eröffnet und konnte schon in der ersten Saison 5.000 Besucher anlocken.
Der Bogen der Exponate spannt sich vom Sargant „Knochenschüttler” Fahrrad aus 1864 über frühe Hoch- und Niederräder bis zu den berühmtesten Motorrädern der Welt ins Jahr 1990. Hier versammeln sich die Edelmarken dieser Erde von Brough Superior über Henderson, Norton und Scott bis zu Velocette.
Aber auch dem Moped und den Hilfsmotoren ist breiter Raum gewidmet. Dass die österreichischen Marken von längst vergessenen wie Bostik, Delta Gnom, LAG oder Titan bis zu den großen Namen Lohner, KTM und Puch repräsentativ und umfangreich wie in keinem anderen Museum vertreten sind, versteht sich nahezu von selbst.
Doch nicht genug. Gute Ideen und initiatives, kreatives Schaffen wirken wie ein Magnetismus. Kurzum, es gibt innerhalb kürzester Zeit einen Museumsverbund, der interessante Einblicke in die Vielfalt technischen Kulturgutes bietet. Neben Fritz Ehn hat sich auch Ottokar Pessl mit seinem KFZ-Museum selbständig gemacht und gemeinsam mit dem bereits bestehenden Waldviertler Eisenbahnmuseum setzen diese drei Museen unter dem Titel „Räder Classic Sigmundsherberg“ neue touristische Schwerpunkte.
Jeder, der in einem der Museen eine Eintrittskarte löst, bekommt in einem der anderen Museen des Verbundes eine Vergünstigung. Die Saison startet am 7.4.2012 mit dem jährlichen Osterflohmarkt, am 24. Juni geht es weiter mit der Scootermania und gemeinsamen Aktivitäten wie z.B. das Räder Classic Festival am 25. – 26 August, das Familien und die Jugend an die Wurzeln österreichischen Erfindergeistes und technischer Entwicklungen in den Bereichen Automobil, Motorrad und Eisenbahn heranführen soll. Die Gemeinde Sigmundsherberg hat die positiven Zeichen der Zeit erkannt und bietet jedwede Unterstützung. Es ist schon beeindruckend, was Unternehmertum in so kurzer Zeit erreichen kann. Am 27. und 28. Oktober beendet dann das „Komm und schau“ Wochenende die Saison.
Die kulturgeschichtliche Bedeutung technischer Entwicklungen ist eng mit der Entwicklung der Menschen vernetzt. Das Pflegen der Geschichte hilft uns, die Wurzeln nicht zu vergessen und am Ende auch die Richtung in die Zukunft sinnvoll zu gestalten.
Passwort vergessen?
Please enter your username or email address. Instructions for reseting the password will be immediately emailed to you.



